Schul-Sachen-Verteilerseite Eine Fakturierung mit MS-EXCEL
für die Bürodesign GmbH
Problem-
stellung
Für die Bürodesign GmbH sollen mit Hilfe von MS-EXCEL aufgrund einer Kunden-Bestellung die zugehörige Auftragsbestätigung, der zugehörige Lieferschein und die zugehörige Rechnung erstellt und ausgedruckt werden.
Vor-
gaben
Der Nutzer dieser EXCEL-Anwendung soll aufgrund der vorliegenden Kunden-Bestellung und der vom Lager ausgefüllten Bestandsanfrage alle notwendigen Daten eingeben und anschließend die zugehörige Auftragsbestätigung, den zugehörigen Lieferschein und die zugehörige Rechnung ausdrucken können. Weitere Details über die Geschäftsgepflogenheiten der Bürodesign GmbH sind als Vorgaben zu berücksichtigen.
Problem-
analyse
Zunächst werden alle Tätigkeiten niedergeschrieben, die zum Schreiben von Auftragsbestätigung, Lieferschein und Rechnung notwendig sind.
Lösung
erster
Schritt
Bestimmen der notwendigen Datenfelder

Anhand vorhandener Auftragsbestätigungen, Lieferscheine und Rechnungen werden die benötigten Datenfelder festgelegt.

Lösung
zweiter
Schritt
Unterscheidung von Stamm- und Bewegungsdaten

Dabei ist die jeweilige Sichtweise, aus der ein Datum betrachtet wird, von entscheidender Bedeutung für dessen Eingruppierung. Bei der Fakturierung werden üblicherweise zwei Perspektiven eingenommen:

  • das Schreiben der Belege und
  • die Speicherung sich selten ändernder Daten des Absenders, des Kunden und des Artikels.

Für die Programm-Entwicklung ist diese Unterteilung der benötigten Daten insofern hilfreich, weil die Stammdaten-Erfassung in Unterprogramme ausgelagert werden kann und dadurch der Ablauf des späteren Programms vereinfacht wird.

Lösung
dritter
Schritt
Unterteilung der Bewegungsdaten in Eingabe- und Rechendaten

Die Bewegungsdaten können zum Teil vom Programm berechnet werden (z. B. der Mehrwertsteuerbetrag errechnet sich aus dem Mehrwertsteuersatz [einem Stammdatum!] und dem Netto-Rechnungsbetrag [einem berechneten Bewegungsdatum!]), zum anderen Teil müssen Sie durch Eingaben dem Programm erst mitgeteilt werden. Deshalb können die Bewegungsdaten u. a. in Eingabe- und Rechendaten unterteilt werden.

Für die Programm-Entwicklung ist diese Unterteilung insofern hilfreich, weil die Eingaben in einer für den Anwender sinnvollen, sachlogischen Reihenfolge erfolgen sollten (Stichwort Software-Ergonomie) und daher der Ablauf des späteren Programms ganz wesentlich von der Reihenfolge der Eingaben bestimmt wird.

Lösung
vierter
Schritt
Gruppierung der Stammdaten

Die Stammdaten sollten nach sachlogisch zusammengehörenden Bereichen gruppiert werden.

Für die Programm-Entwicklung ist diese Gruppierung insofern hilfreich, weil dadurch die Struktur der Unterprogramme zur Stammdaten-Erfassung praktisch vorgegeben wird.

Lösung
fünfter
Schritt
Festlegen des Programm-Ablaufs
(Erstellen eines Struktogramms)

Voraussetzung: Die Stammdaten sind bereits erfaßt und in geeigneter Form gespeichert.

Grobstrukturierung mit Hilfe von Unterprogrammen

Bei der Entwicklung eines Programms "von oben nach unten" wird zunächst eine Grobstrukturierung mit Hilfe von Unterprogrammen vorgenommen. Die Unterprogramme werden anschließend in immer kleinere Programmteile bis hin zu einzelnen Programmschritten weiter aufgegliedert. Dabei kann sich herausstellen, daß viele Programmschritte in den Unterprogrammen gleich oder sehr ähnlich sind, so daß eine Zusammenführung dieser Programmschritte sinnvoll wäre.

Unterprogramme der Fakturierung im ersten Ansatz

Lösung
sechster
Schritt
Feinstrukturierung der Unterprogramme

Bei der Entwicklung eines Programms "von oben nach unten" erfolgt die Feinstrukturierung der Unterprogramme [hier: Auftragsbestätigung, Lieferschein, Rechnung] in der Form, daß immer dann, wenn ein Teilproblem

ein weiteres Unterprogramm dafür definiert wird.

Lösung
siebter
Schritt
Identifikation gleicher Programmschritte

Zur Entwicklung eines Programms "von oben nach unten" gehört, daß gleiche Programmschritte, die in verschiedenen Unterprogrammen ausgeführt werden sollen, zu selbständigen, sogenannten globalen Unterprogrammen [hier z. B.: Kunden-Nummer eingeben] gemacht werden, die vom jeweiligen Unterprogramm aufgerufen werden. Das spart Entwicklungsarbeit und -zeit, verbessert das Laufzeitverhalten des Gesamtprogramms und macht das Programm nachvollziehbarer.

Lösung
achter
Schritt
Zusammenfassen der Unterprogramme

Aus den vorangegangenen Lösungsschritten ergibt sich das "fertige" Programm. Es wird anschließend mit Hilfe von MS-EXCEL "programmiert".

Fragen karlheinz@luk-korbmacher.de