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Zweite
Klas-
sen-
arbeit
in der
HH2e
Schul-
jahr
2004/
2005

Ergebnisse

Aufgabe:
Erläutere bitte die sich hinter den folgenden Aussprüchen verbergenden volkswirtschaftlichen Zusammenhänge und kommentiere die Aussprüche.
 
Spruch 1: (20 Punkte)
"Geld ist das, was gilt."
Als Tauschmittel wird von den Wirtschaftssubjekten nur das akzeptiert, was von den anderen akzeptiert wird. Es gab in der Vergangenheit immer wieder Beispiele dafür, daß ein offizielles Tauschmittel seine Bedeutung als Geld verlor, weil die Wirtschaftssubjekte das Vertrauen in das Geld verloren hatten, sei es als Wertaufbewahrungsmittel oder als Tauschmittel. Ein Beispiel ist die Reichsmark im Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg bis zur Einführung der D-Mark.
 
Spruch 2: (20 Punkte)
"Geld ist nicht alles – aber ohne Geld ist alles nichts."
Ein Wirtschaftssubjekt besitzt zahlreiche Bedürfnisse, die befriedigt werden wollen, nicht nur das Bedürfnis, Geld zu erhalten. Aber in einer modernen Volkswirtschaft können die meisten dieser Bedürfnisse nicht befriedigt werden, wenn das betreffende Wirtschaftssubjekt über unzureichende finanzielle Mittel verfügt.
 
Spruch 3: (20 Punkte)
"In God we trust, the rest pay cash."

Übersetzung aus dem Englischen:
"Auf Gott vertrauen wir; alle übrigen müssen bar bezahlen."

Der Eigennutz der Wirtschaftssubjekte als homo oeconomicus reicht so weit, daß menschliche Eigenschaften, Gefühle, Unzulänglichkeiten, Schwächen usw. negiert werden. Dazu gehört auch das Vertrauen in versprochene oder vertraglich zugesicherte Handlungen der Wirtschaftssubjekte, mit denen Transaktionen durchgeführt werden.
 
Spruch 4: (20 Punkte)
"Geld ist das Schmiermittel der Wirtschaft."
Die Funktion des Geldes als Tauschmittel steht im Vordergrund dieser Betrachtung. Geld erleichtert den Tausch von Gütern. Es wird implizit unterstellt, daß Geld keinen eigenen Einfluß auf das Wirtschaftsgeschehen besitzt.
 
Spruch 5: (20 Punkte)
"Geld zirkuliert in zwei Formen:
a) als Geld: verkaufen, um zu kaufen (Ware – Geld – Ware),
b) als Kapital: kaufen, um zu verkaufen (Geld – Ware – Geld)."
Im Teil a) stimmt die Zirkulationsform mit der Funktion des Geldes als Tauschmittel überein (siehe Spruch 4).
Im Teil b) steht die Funktion des Geldes als Machtmittel im Vordergrund der Betrachtung. Geld wird gegen Güter getauscht, die dann teuerer wieder verkauft werden, um mehr Geld anzuhäufen als vorher vorhanden war, weil die Verfügbarkeit über Geld Macht verleiht.
Fragen karlheinz@luk-korbmacher.de