Aufgabe:
Erläutere bitte die sich hinter den folgenden
Aussprüchen verbergenden volkswirtschaftlichen
Zusammenhänge und kommentiere die Aussprüche. |
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Spruch 1: (20 Punkte)
"Geld ist das, was gilt." |
| Als Tauschmittel wird von den
Wirtschaftssubjekten nur das akzeptiert, was von
den anderen akzeptiert wird. Es gab in der
Vergangenheit immer wieder Beispiele dafür, daß
ein offizielles Tauschmittel seine Bedeutung als
Geld verlor, weil die Wirtschaftssubjekte das
Vertrauen in das Geld verloren hatten, sei es als
Wertaufbewahrungsmittel oder als Tauschmittel.
Ein Beispiel ist die Reichsmark im Deutschland
nach dem zweiten Weltkrieg bis zur Einführung
der D-Mark. |
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Spruch 2: (20 Punkte)
"Geld ist nicht alles aber ohne Geld
ist alles nichts." |
| Ein
Wirtschaftssubjekt besitzt zahlreiche
Bedürfnisse, die befriedigt werden wollen, nicht
nur das Bedürfnis, Geld zu erhalten. Aber in
einer modernen Volkswirtschaft können die
meisten dieser Bedürfnisse nicht befriedigt
werden, wenn das betreffende Wirtschaftssubjekt
über unzureichende finanzielle Mittel verfügt. |
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Spruch
3: (20 Punkte)
"In God we trust, the rest pay
cash."Übersetzung aus dem Englischen:
"Auf Gott vertrauen wir; alle übrigen
müssen bar bezahlen."
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| Der
Eigennutz der Wirtschaftssubjekte als homo
oeconomicus reicht so weit, daß menschliche
Eigenschaften, Gefühle, Unzulänglichkeiten,
Schwächen usw. negiert werden. Dazu gehört auch
das Vertrauen in versprochene oder vertraglich
zugesicherte Handlungen der Wirtschaftssubjekte,
mit denen Transaktionen durchgeführt werden. |
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Spruch
4: (20 Punkte)
"Geld ist das Schmiermittel der
Wirtschaft." |
| Die Funktion des Geldes als
Tauschmittel steht im Vordergrund dieser
Betrachtung. Geld erleichtert den Tausch von
Gütern. Es wird implizit unterstellt, daß Geld
keinen eigenen Einfluß auf das
Wirtschaftsgeschehen besitzt. |
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Spruch 5: (20 Punkte)
"Geld zirkuliert in zwei Formen:
a) als Geld: verkaufen, um zu kaufen (Ware
Geld Ware),
b) als Kapital: kaufen, um zu verkaufen (Geld
Ware Geld)." |
Im Teil a) stimmt die
Zirkulationsform mit der Funktion des Geldes als
Tauschmittel überein (siehe Spruch 4).
Im Teil b) steht die Funktion des Geldes als
Machtmittel im Vordergrund der Betrachtung. Geld
wird gegen Güter getauscht, die dann teuerer
wieder verkauft werden, um mehr Geld anzuhäufen
als vorher vorhanden war, weil die Verfügbarkeit
über Geld Macht verleiht. |