| Regeln sind immer dann notwendig, wenn mehrere
Menschen in einer Gemeinschaft (z. B. Familie,
Gemeinde, Staat) zusammenleben. Es gibt Regeln,
die verbieten etwas
zu tun (z. B. in der Schulordnung des
Ludwig-Erhard-Berufskollegs in Paderborn:
"Die Benutzung von mobilen Telefonen
(Handys) ist den Schülerinnen und Schülern im
Schulgebäude nicht gestattet."),
und es gibt Regeln, die vorschreiben,
etwas zu tun (z. B. in der Schulordnung des
Ludwig-Erhard-Berufskollegs in Paderborn:
"Während der Pausen sollen sich die
Schülerinnen und Schüler auf den Schulhöfen
aufhalten.").
Es gibt verschiedene Arten
von Regeln:
- "Naturgesetze"
- Menschenrechte
- Gesetze
- Normen
- Umgangsformen
- "ungeschriebene Gesetze"
- übliche Arbeitsweisen
- Ordnungen
- Sprache
Regeln kann nur aufstellen,
wer dazu berechtigt ist.
Jemand muß das Befolgen von Regeln kontrollieren.
Jemand muß Verstöße gegen bestehende Regeln
bestrafen können.
- Der Satz "Regeln sind dazu da,
gebrochen zu werden" ist nur dann
von Bedeutung, wenn Regeln existieren.
- Er ist selbst als Regel formuliert.
- Er ist als Vorschrift formuliert.
- Er gehört zu den "ungeschriebenen
Gesetzen".
- Werden nur die Wortbedeutungen
betrachtet, dann ist er ein Widerspruch
zu sich selbst.
- Sein Inhalt erschließt sich daher aus
seinem übertragenen Sinn.
- Im übertragenen Sinn bedeutet er, daß
für das konkrete Leben eines Menschen
nicht sinnvoll erscheinende oder zu sehr
einschränkende Regeln von diesem
Menschen nicht befolgt werden.
- Wer ihn ausspricht, der fühlt sich dazu
berechtigt, den übertragenen Sinn des
Satzes für sein eigenes Tun in Anspruch
zu nehmen. Z. B. müssen manchmal Regeln
- etwa von Eltern gesetzte Regeln -
gebrochen werden, damit Kinder
selbständig werden und ihr eigenes Leben
führen können.
- Wer ihn ausspricht, hofft oder erwartet,
daß das Befolgen der betroffenen Regel
nicht umfassend kontrolliert wird bzw.
nicht kontrolliert werden kann.
- Wer ihn ausspricht, ist sich bewußt,
daß er eine Regel nicht befolgt bzw.
befolgen wird.
- Wer ihn ausspricht, schätzt das Risiko
einer Bestrafung geringer ein, als die
Vorteile, die er erzielen kann, wenn er
die entsprechende Regel nicht befolgt.
- Dieser Satz wäre überflüssig, wenn die
geltenden Regeln allen Mitgliedern der
Gemeinschaft nur Vorteile verschaffen
würden und das Nicht-Befolgen einzelner
Regeln einzelnen Mitgliedern der
Gemeinschaft nicht noch größere
Vorteile verschaffen könnte.
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