| Argumente, warum die Strafe
gerecht sei |
Gegenargumente |
| Ihm soll klar werden, erleben, was er
seiner Tochter und deren Kinder antat. |
24 Jahre Haft wird er bei seinem
Alter wahrscheinlich nicht mehr erleben. |
| Seiner Tochter soll Gerechtigkeit
widerfahren. |
Er könnte sich der Strafe durch
Selbstmord entziehen. |
| Er soll das gleiche erleiden, was
seine Kinder erlitten haben. |
Mißhandlungen während der Haft sind
mit dem bestehenden Recht nicht
vereinbar. |
| Er soll Mitleid mit seinen Opfern und
Reue zeigen. |
Vielleicht will der Mann bestraft
werden. |
| Er ist dafür verantwortlich, daß
seine Familie aufwendig betreut werden
muß. |
Vielleicht ist der Mann psychisch
krank. |
| Er hat grundlegende gesellschaftliche
Normen mißachtet. |
Es ist zu bezweifeln, daß die Haft
Reue und Mitleid bei ihm erzeugen kann. |
| Eigentlich sollte jeder bekommen, was
er verdient - auch eine entsprechende
Strafe. |
Die Todesstrafe wäre nicht Strafe
genug, er müßte Qualen wie seine Kinder
erleiden. |
| Er hat das Recht auf ein Leben
(selbst im Gefängnis) durch sein Handeln
verwirkt. |
Wer gibt uns das Recht, über andere
Menschen zu richten? |
| Er soll vor allem davon abgehalten
werden, zukünftig ähnliche Straftaten
zu begehen. |
Was wäre eine gerechte Strafe für
dieses unmenschliche Verhalten? Es wird
zuviele unterschiedliche Meinungen geben,
was eine gerechte Strafe ist. Absolute
Gerechtigkeit können nicht wir Menschen,
sondern nur eine "höhere
Macht" ausüben. |
| Seine Taten sind so
außergewöhnlich, daß ein spezielles,
nur für diesen seltenen Fall
konzipiertes Strafrecht sinnvoll wäre. |
Ist seine Tochter glücklicher und
könnte sie ein "normales"
Leben führen, würde sie alles vergessen
können, wenn er hart bestraft wird? |
| |
Können Außenstehende überhaupt
eine gerechte Strafe aussprechen? Die
Kinder sollten seine Strafe festlegen. |
| |
Vielleicht wird der Mann durch die
Todesstrafe in irgendeiner Form
"erlöst". |
| |
Er wird von seinen Taten durch die
Todesstrafe sozusagen befreit und muß
sich nicht mehr rechtfertigen. |
| |
Die Todesstrafe ist verboten. |
| |
Er soll sich seinen Taten stellen,
deshalb muß er leben und das Geschehene
"verarbeiten". |
| |
Brutalitäten während der Haft
stellen die Bestrafenden auf die gleiche
Stufe, wie er stand. |
| |
Vielleicht hat er Aufmerksamkeit
beabsichtigt!? |
| |
Seine "Schwachstelle" wird
ohne die Mitwirkung seiner Angehörigen
kaum zu ermitteln sein. |
| |
Wird bei Bestrafungen stets Gleiches
mit Gleichem vergolten, dann entsteht -
wie bei der Blutrache - eine endlose
Kette von Verbrechen und
Gegen-Verbrechen, ein Kreislauf von
Rechtsmißbräuchen. |
| |
Wer würde sich bereit erklären, die
Mißhandlungen an ihm vorzunehmen? |
| |
Vielleicht ist der Mann nicht
therapierbar. |
| |
Er wird nie so leiden, wie seine
Opfer. |
| |
Trotz der Besonderheit der Summe
seiner Taten, darf er nicht anders
bestraft werden, wie andere auch. |
| |
Wenn es keine "höhere
Macht" gibt, die absolute
Gerechtigkeit ausübt und daher auch in
diesem Fall eine gerechte Bestrafung
ansetzt, dann würde er nie (gerecht)
bestraft werden. |