Aufgabe 1: (2 Punkte)
Welchen funktionalen Zusammenhang gibt eine
Produktionsfunktion an? |
| Die Produktionsfunktion
beschreibt die technischen Möglichkeiten im
Rahmen des gegebenen Produktionsapparates
verschiedene Produktionsmengen
mit verschiedenen Faktoreinsatzmengen
zu produzieren. |
| |
Aufgabe 2: (2 Punkte)
Interpretiere die folgenden Eigenschaften einer
Indifferenzkurve ökonomisch. |
| a)
Indifferenzkurven schneiden sich nicht. Indifferenzkurven
beschreiben vom Haushalt als gleichwertig
eingeschätzte Gütermengenkombinationen. Würden
sich zwei Indifferenzkurven schneiden, dann
würden ein und derselben Gütermengenkombination
zwei verschiedene
Nutzenniveaus zugeordnet, was der
Definition der Indifferenzkurve widerspricht.
|
| b) Indifferenzkurven schneiden
nicht die Achsen des Koordinatenkreuzes. Ein
Punkt auf einer Achse des Koordinatenkreuzes
entspricht einem Nutzenniveau
von Null, d. h. der Haushalt hätte von
dieser Gütermengenkombination keinen Nutzen und
es dürfte sehr unwahrscheinlich sein, daß
irgendein Haushalt trotzdem diese
Gütermengenkombination nachfragt.
|
| |
Aufgabe
3: (2 Punkte)
In der nachfolgenden Grafik ist ein Haushalt
dargestellt, der gemäß einer Indifferenzkurve
y = g(r1, r2) und
seiner Budget-Geraden im Punkt Q konsumiert.

Ist der realisierte Haushaltsplan Q optimal?
Falls nicht, deute in der Grafik die optimale
Gütermengenkombination und entsprechende andere
Kurven an. |
 |
| |
Aufgabe
4: (4 Punkte)
Betrachte den Fall einer linearen
Kostenfunktion.
Skizziere den Verlauf der Gesamtkosten, der
durchschnittlichen variablen Kosten (= variablen
Stückkosten), der durchschnittlichen totalen
Kosten (= Stückkosten) sowie der Grenzkosten. |
 |
| |
Aufgabe 5:
Ein Möbel-Hersteller fertigt zwei Typen von
Regalen in industrieller Massenfertigung.Typ A
besteht aus 4 Stangen und 4 Regalböden, die mit
je 4 Möbelwinkeln von denen einer mit jeweils 4
Schrauben in gleichmäßigen Abständen an den
Stangen angebracht werden. Zur Stabilisierung
wird außerdem eine diagonale Metall-Strebe an
den rückwärtigen Stangen mit Hilfe von zwei
Metall-Laschen, die mit jeweils 2 Schrauben
befestigt werden, angebracht. Die Fertigungszeit
beträgt je Regal 8 Minuten.
Typ B ist praktisch ein doppelter Typ A und
besteht daher aus 6 Stangen mit 8 Regalböden,
die mit je 4 Möbelwinkeln von denen einer mit
jeweils 4 Schrauben in gleichmäßigen Abständen
an den Stangen angebracht werden. Zur
Stabilisierung werden beim Typ B zwei diagonale
Metall-Streben an den rückwärtigen Stangen mit
Hilfe von jeweils zwei Metall-Laschen, die mit
jeweils 2 Schrauben befestigt werden, angebracht.
Die Fertigungszeit für Typ B beträgt 18
Minuten.
Es sind noch folgende Mengen von den Faktoren
vorhanden:
Stangen 1.660
Regal-Böden 2.240
Möbelwinkel 6.000
Metall-Streben 812
Metall-Laschen 936
Schrauben 28.660
Arbeitszeit 3.000
|
a) Berechne wie viele Regale vom
Typ A bzw. Typ B maximal hergestellt werden
können. (8 Punkte)
b) Welche Faktoren sind dabei limitational? (2
Punkte)
|
| c) Welchen Regal-Typ würdest Du
fertigen, wenn der Stückgewinn bei Typ A 1,20
und bei Typ B 2,45 beträgt? (1
Punkt) Typ A, weil 375 * 1,20 = 450,00
, wohingegen 166 * 2,45 = 406,70
Gewinn ergeben würde.
|
| |
Aufgabe 6: (4 Punkte)
Betrachte das klassische Ertragsgesetz,
dessen Gesamtertragskurve in vier Bereiche
aufgeteilt ist.
Erläutere, warum es für ein Unternehmen am
sinnvollsten ist, im sogenannten neoklassischen,
dritten Bereich zu produzieren. |
| Im ersten Bereich steigen Gesamt-
und Durchschnittsertrag an, so daß der Erfolg
ständig zunimmt, aber auch danach können noch
höhere Durchschnittserträge erzielt werden, so
daß ein höherer Faktoreinsatz sinnvoll ist. Im
zweiten Bereich gilt dasselbe, denn er endet beim
Maximum des Durchschnittsertrages. Im Maximum des
Durchschnittsertrages erscheint die Produktion am
sinnvollsten.
Im dritten Bereich sinken die
Durchschnittserträge wieder, so daß die
Produktion an der Grenze zum zweiten Bereich am
sinnvollsten erscheint.
Im vierten Bereich nimmt sogar der
Gesamtertrag ab, so daß eine Produktion die
Verschwendung von Faktoren bedeuten würde.
|
| |
Aufgabe 7:
Ein Haushalt besitze ein für den Konsum
zweier Güter zur Verfügung stehendes Einkommen
von 2.700 , die Preise der Güter betragen
p1 = 18, p2 = 15. |
| a) Berechne die Achsenabschnitte
der entsprechenden Budgetgeraden. (2 Punkte) Für
Gut x1 liegt der Achsenabschnitt bei
2.700 / 18 = 150.
Für Gut x2 liegt der
Achsenabschnitt bei 2.700 / 15 = 180.
|
| b) Skizziere die Zusammenhänge
in einem entsprechenden Koordinatenkreuz. (2
Punkte) 
|
| c) Welche Veränderungen ergeben
sich, wenn das Einkommen auf 1.800 sinkt? (2
Punkte) 
Für Gut x1 liegt der
Achsenabschnitt bei 1.800 / 18 = 100.
Für Gut x2 liegt der
Achsenabschnitt bei 1.800 / 15 = 120.
|
| d) Welche Veränderungen ergeben
sich, wenn p2 auf 18 steigt? (2
Punkte) 
Für beide Güter liegt der Achsenabschnitt
bei 2.700 / 18 = 150.
|
| |
Aufgabe 8: (2 Punkte)
Welche ökonomische Bedeutung besitzt die
Feststellung, ein Betrieb erreiche mit seiner
Produktion die Minimalkostenkombination? |
| Produziert ein Unternehmen mit
der Minimalkostenkombination, so wird mit dem
minimalen Input der technisch mögliche Output,
wie ihn die zugehörige Isoquante darstellt,
erreicht. |
| |
Aufgabe 9:
Die Preis-Konsum-Kurve eines Haushalts (=
Nachfrage-Kurve) besitzt üblicherweise einen von
links oben nach rechts unten sinkenden Verlauf. |
| a) Begründe diesen Verlauf. (2
Punkte) Im Normalfall wird ein Haushalt
aufgrund seiner Nutzeneinschätzungen möglichst
viel von einem Gut zur Bedürfnisbefriedigung
verwenden wollen.
Da sein zur Verfügung stehendes Einkommen im
Normalfall begrenzt ist, wird er im Normalfall
dann viel von dem Gut nachfragen, wenn der Preis
des Gutes niedrig ist, d. h. er von seinem
Einkommen relativ wenig zum Konsum dieses Gutes
verwenden muß.
|
b) Nenne die Bezeichnungen für
verschiedene atypische Nachfrage-Verläufe. (2
Punkte)
- Giffen-Paradoxon
- Mitläufer-Effekt
- Snob-Effekt
- Veblen-Effekt
|
| |
Aufgabe 10: (4 Punkte)
Fünf Unternehmen produzieren elektronische
Bauteile. Die folgende Tabelle gibt wesentliche
Kennzahlen der Produktion wieder:
| |
A
|
B
|
C
|
D
|
E
|
| Kapazitätsgrenze
in ME |
100
|
100
|
200
|
200
|
100
|
| Fixkosten
in GE |
1.500,00
|
2.000,00
|
6.000,00
|
5.000,00
|
2.000,00
|
| Variable
Kosten in GE je ME |
15,00
|
20,00
|
20,00
|
35,00
|
50,00
|
Der Preis des Bauteils betrage 60 GE.
Berechne für Unternehmen A den Stückerlös,
die Stückkosten, den Stückgewinn und die
Produzentenrente jeweils an der
Kapazitätsgrenze.
|
| Der Stückerlös beträgt 60 GE =
Preis. Die Stückkosten betragen 30 GE = [(100
* 15) + 1.500] / 100.
Der Stückgewinn beträgt 30 GE = 60 - 30.
Die Produzentenrente beträgt 3.000 GE = 30 *
100.
|