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in der
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Schul-
jahr
2007/
2008

Ergebnisse

Aufgabe 1: (2 Punkte)
Welchen funktionalen Zusammenhang gibt eine Produktionsfunktion an?
Die Produktionsfunktion beschreibt die technischen Möglichkeiten im Rahmen des gegebenen Produktionsapparates verschiedene Produktionsmengen mit verschiedenen Faktoreinsatzmengen zu produzieren.
 
Aufgabe 2: (2 Punkte)
Interpretiere die folgenden Eigenschaften einer Indifferenzkurve ökonomisch.
a) Indifferenzkurven schneiden sich nicht.

Indifferenzkurven beschreiben vom Haushalt als gleichwertig eingeschätzte Gütermengenkombinationen. Würden sich zwei Indifferenzkurven schneiden, dann würden ein und derselben Gütermengenkombination zwei verschiedene Nutzenniveaus zugeordnet, was der Definition der Indifferenzkurve widerspricht.

b) Indifferenzkurven schneiden nicht die Achsen des Koordinatenkreuzes.

Ein Punkt auf einer Achse des Koordinatenkreuzes entspricht einem Nutzenniveau von Null, d. h. der Haushalt hätte von dieser Gütermengenkombination keinen Nutzen und es dürfte sehr unwahrscheinlich sein, daß irgendein Haushalt trotzdem diese Gütermengenkombination nachfragt.

 
Aufgabe 3: (2 Punkte)
In der nachfolgenden Grafik ist ein Haushalt dargestellt, der gemäß einer Indifferenzkurve y = g(r1, r2) und seiner Budget-Geraden im Punkt Q konsumiert.

Ist der realisierte Haushaltsplan Q optimal?
Falls nicht, deute in der Grafik die optimale Gütermengenkombination und entsprechende andere Kurven an.
 
Aufgabe 4: (4 Punkte)
Betrachte den Fall einer linearen Kostenfunktion.
Skizziere den Verlauf der Gesamtkosten, der durchschnittlichen variablen Kosten (= variablen Stückkosten), der durchschnittlichen totalen Kosten (= Stückkosten) sowie der Grenzkosten.
 
Aufgabe 5:
Ein Möbel-Hersteller fertigt zwei Typen von Regalen in industrieller Massenfertigung.

Typ A besteht aus 4 Stangen und 4 Regalböden, die mit je 4 Möbelwinkeln von denen einer mit jeweils 4 Schrauben in gleichmäßigen Abständen an den Stangen angebracht werden. Zur Stabilisierung wird außerdem eine diagonale Metall-Strebe an den rückwärtigen Stangen mit Hilfe von zwei Metall-Laschen, die mit jeweils 2 Schrauben befestigt werden, angebracht. Die Fertigungszeit beträgt je Regal 8 Minuten.

Typ B ist praktisch ein doppelter Typ A und besteht daher aus 6 Stangen mit 8 Regalböden, die mit je 4 Möbelwinkeln von denen einer mit jeweils 4 Schrauben in gleichmäßigen Abständen an den Stangen angebracht werden. Zur Stabilisierung werden beim Typ B zwei diagonale Metall-Streben an den rückwärtigen Stangen mit Hilfe von jeweils zwei Metall-Laschen, die mit jeweils 2 Schrauben befestigt werden, angebracht. Die Fertigungszeit für Typ B beträgt 18 Minuten.

Es sind noch folgende Mengen von den Faktoren vorhanden:
Stangen 1.660
Regal-Böden 2.240
Möbelwinkel 6.000
Metall-Streben 812
Metall-Laschen 936
Schrauben 28.660
Arbeitszeit 3.000

a) Berechne wie viele Regale vom Typ A bzw. Typ B maximal hergestellt werden können. (8 Punkte)
b) Welche Faktoren sind dabei limitational? (2 Punkte)

c) Welchen Regal-Typ würdest Du fertigen, wenn der Stückgewinn bei Typ A 1,20 € und bei Typ B 2,45 € beträgt? (1 Punkt)

Typ A, weil 375 * 1,20 = 450,00 €, wohingegen 166 * 2,45 = 406,70 € Gewinn ergeben würde.

 
Aufgabe 6: (4 Punkte)
Betrachte das klassische Ertragsgesetz, dessen Gesamtertragskurve in vier Bereiche aufgeteilt ist.
Erläutere, warum es für ein Unternehmen am sinnvollsten ist, im sogenannten neoklassischen, dritten Bereich zu produzieren.
Im ersten Bereich steigen Gesamt- und Durchschnittsertrag an, so daß der Erfolg ständig zunimmt, aber auch danach können noch höhere Durchschnittserträge erzielt werden, so daß ein höherer Faktoreinsatz sinnvoll ist.

Im zweiten Bereich gilt dasselbe, denn er endet beim Maximum des Durchschnittsertrages. Im Maximum des Durchschnittsertrages erscheint die Produktion am sinnvollsten.

Im dritten Bereich sinken die Durchschnittserträge wieder, so daß die Produktion an der Grenze zum zweiten Bereich am sinnvollsten erscheint.

Im vierten Bereich nimmt sogar der Gesamtertrag ab, so daß eine Produktion die Verschwendung von Faktoren bedeuten würde.

 
Aufgabe 7:
Ein Haushalt besitze ein für den Konsum zweier Güter zur Verfügung stehendes Einkommen von 2.700 €, die Preise der Güter betragen p1 = 18, p2 = 15.
a) Berechne die Achsenabschnitte der entsprechenden Budgetgeraden. (2 Punkte)

Für Gut x1 liegt der Achsenabschnitt bei 2.700 / 18 = 150.

Für Gut x2 liegt der Achsenabschnitt bei 2.700 / 15 = 180.

b) Skizziere die Zusammenhänge in einem entsprechenden Koordinatenkreuz. (2 Punkte)

c) Welche Veränderungen ergeben sich, wenn das Einkommen auf 1.800 € sinkt? (2 Punkte)

Für Gut x1 liegt der Achsenabschnitt bei 1.800 / 18 = 100.

Für Gut x2 liegt der Achsenabschnitt bei 1.800 / 15 = 120.

d) Welche Veränderungen ergeben sich, wenn p2 auf 18 steigt? (2 Punkte)

Für beide Güter liegt der Achsenabschnitt bei 2.700 / 18 = 150.

 
Aufgabe 8: (2 Punkte)
Welche ökonomische Bedeutung besitzt die Feststellung, ein Betrieb erreiche mit seiner Produktion die Minimalkostenkombination?
Produziert ein Unternehmen mit der Minimalkostenkombination, so wird mit dem minimalen Input der technisch mögliche Output, wie ihn die zugehörige Isoquante darstellt, erreicht.
 
Aufgabe 9:
Die Preis-Konsum-Kurve eines Haushalts (= Nachfrage-Kurve) besitzt üblicherweise einen von links oben nach rechts unten sinkenden Verlauf.
a) Begründe diesen Verlauf. (2 Punkte)

Im Normalfall wird ein Haushalt aufgrund seiner Nutzeneinschätzungen möglichst viel von einem Gut zur Bedürfnisbefriedigung verwenden wollen.

Da sein zur Verfügung stehendes Einkommen im Normalfall begrenzt ist, wird er im Normalfall dann viel von dem Gut nachfragen, wenn der Preis des Gutes niedrig ist, d. h. er von seinem Einkommen relativ wenig zum Konsum dieses Gutes verwenden muß.

b) Nenne die Bezeichnungen für verschiedene atypische Nachfrage-Verläufe. (2 Punkte)
  • Giffen-Paradoxon
  • Mitläufer-Effekt
  • Snob-Effekt
  • Veblen-Effekt
 
Aufgabe 10: (4 Punkte)
Fünf Unternehmen produzieren elektronische Bauteile. Die folgende Tabelle gibt wesentliche Kennzahlen der Produktion wieder:
 

A

B

C

D

E

Kapazitätsgrenze in ME

100

100

200

200

100

Fixkosten in GE

1.500,00

2.000,00

6.000,00

5.000,00

2.000,00

Variable Kosten in GE je ME

15,00

20,00

20,00

35,00

50,00

Der Preis des Bauteils betrage 60 GE.

Berechne für Unternehmen A den Stückerlös, die Stückkosten, den Stückgewinn und die Produzentenrente jeweils an der Kapazitätsgrenze.

Der Stückerlös beträgt 60 GE = Preis.

Die Stückkosten betragen 30 GE = [(100 * 15) + 1.500] / 100.

Der Stückgewinn beträgt 30 GE = 60 - 30.

Die Produzentenrente beträgt 3.000 GE = 30 * 100.

Fragen karlheinz@luk-korbmacher.de