Aufgabe 1: (5 Punkte)
Es seien auf einem polypolistischen, vollkommenen
Markt
A(p) = 160p + 400 eine Funktionsgleichung für
das gesamtwirtschaftliche Angebot,
N(p) = -440p + 12.400 eine Funktionsgleichung
für die gesamtwirtschaftliche Nachfrage.
Berechne den Gleichgewichtspreis. |
| 160p + 400 = -440p + 12.400 |
+ 440p |
| 600p + 400 = 12.400 |
- 400 |
| 600p = 12.000 |
/ 600 |
| p = 20 |
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Aufgabe 2: (15 Punkte)
Beschreibe - unter Bezug auf die
Rahmenbedingungen aus Aufgabe 1 - die
Auswirkungen einer Erhöhung des Angebots um eine
konstante Menge zu jedem betrachteten Preis
(z. B. mit Hilfe einer Skizze in einem
Koordinatensystem oder indem die
Funktionsgleichung aus Aufgabe 1 zu A(p) = 160p +
3.400 geändert wird). |
Nachfragemenge
und Angebotsmenge nehmen zu, der Preis wird
sinken.
| 160 * 20 + 400 = 3.600 |
Gleichgewichtsmenge bei p = 20 |
| 160p + 3.400 = -440p + 12.400 |
+ 440p |
| 600p + 3.400 = 12.400 |
- 3.400 |
| 600p = 9.000 |
/ 600 |
| p = 15 |
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| 160 * 15 + 3.400 = 5.800 |
Gleichgewichtsmenge bei p = 15 |
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Aufgabe
3: (30 Punkte)
Kommentiere unter den Voraussetzungen der
Aufgabe 1 zum Markt die Forderung des
Arbeitgeberpräsidenten: "Die
Wirtschaftskrise kann durch eine Senkung der
Kosten für die Unternehmen überwunden werden,
deshalb müssen die Löhne und Steuern für die
Unternehmen kräftig gesenkt werden."
(Hinweis: Unterscheide mögliche Fälle der
Auswirkungen. Dabei kann jeweils eine Skizze in
einem Koordinatensystem oder ein Zahlenbeispiel
mit gegenüber Aufgabe 1 geänderten
Funktionsgleichungen hilfreich sein.) |
| Durch
die Lohn- und Steuersenkung werden die Kosten der
Unternehmen sinken und das Angebot kann dadurch
zunehmen. Ob auch die Nachfrage zunimmt, hängt
davon ab, ob durch die Lohnsenkung, die
tendenziell zu einem Nachfrage-Rückgang führt,
die Preissenkung nicht möglicherweise
kompensiert wird. Ein positiver Effekt auf die
Gleichgewichtsmenge ist daher nicht sicher. Es
sind (mindestens) drei Fälle zu unterscheiden:
- Die Effekte von Preissenkung und
Lohnsenkung heben sich gerade auf. Dann
ändert sich nichts an der Ausgangslage.
- Die Preissenkung ist so groß, daß die
Lohnsenkung keinen gleich großen
Nachfrage-Rückgang erzeugt. Dann treten
die Veränderungen gemäß Aufgabe 2 auf.
- Die Preissenkung ist nicht groß genug,
um die durch die Lohnsenkung erzeugte
Nachfrage-Senkung auszugleichen. Dann
sinken Nachfrage- und Angebotsmenge sowie
der Preis.
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