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Zweite
Klas-
sen-
arbeit
in der
HH1a
Schul-
jahr
2008/
2009

Ergebnisse

Aufgabe 1: (5 Punkte)
Es seien auf einem polypolistischen, vollkommenen Markt
A(p) = 160p + 400 eine Funktionsgleichung für das gesamtwirtschaftliche Angebot,
N(p) = -440p + 12.400 eine Funktionsgleichung für die gesamtwirtschaftliche Nachfrage.
Berechne den Gleichgewichtspreis.
160p + 400 = -440p + 12.400 + 440p
600p + 400 = 12.400 - 400
600p = 12.000 / 600
p = 20  
 
Aufgabe 2: (15 Punkte)
Beschreibe - unter Bezug auf die Rahmenbedingungen aus Aufgabe 1 - die Auswirkungen einer Erhöhung des Angebots um eine konstante Menge zu jedem betrachteten Preis
(z. B. mit Hilfe einer Skizze in einem Koordinatensystem oder indem die Funktionsgleichung aus Aufgabe 1 zu A(p) = 160p + 3.400 geändert wird).
Nachfragemenge und Angebotsmenge nehmen zu, der Preis wird sinken.
160 * 20 + 400 = 3.600 Gleichgewichtsmenge bei p = 20
160p + 3.400 = -440p + 12.400 + 440p
600p + 3.400 = 12.400 - 3.400
600p = 9.000 / 600
p = 15  
160 * 15 + 3.400 = 5.800 Gleichgewichtsmenge bei p = 15
 
Aufgabe 3: (30 Punkte)
Kommentiere unter den Voraussetzungen der Aufgabe 1 zum Markt die Forderung des Arbeitgeberpräsidenten: "Die Wirtschaftskrise kann durch eine Senkung der Kosten für die Unternehmen überwunden werden, deshalb müssen die Löhne und Steuern für die Unternehmen kräftig gesenkt werden."
(Hinweis: Unterscheide mögliche Fälle der Auswirkungen. Dabei kann jeweils eine Skizze in einem Koordinatensystem oder ein Zahlenbeispiel mit gegenüber Aufgabe 1 geänderten Funktionsgleichungen hilfreich sein.)
Durch die Lohn- und Steuersenkung werden die Kosten der Unternehmen sinken und das Angebot kann dadurch zunehmen.

Ob auch die Nachfrage zunimmt, hängt davon ab, ob durch die Lohnsenkung, die tendenziell zu einem Nachfrage-Rückgang führt, die Preissenkung nicht möglicherweise kompensiert wird. Ein positiver Effekt auf die Gleichgewichtsmenge ist daher nicht sicher. Es sind (mindestens) drei Fälle zu unterscheiden:

  • Die Effekte von Preissenkung und Lohnsenkung heben sich gerade auf. Dann ändert sich nichts an der Ausgangslage.
  • Die Preissenkung ist so groß, daß die Lohnsenkung keinen gleich großen Nachfrage-Rückgang erzeugt. Dann treten die Veränderungen gemäß Aufgabe 2 auf.
  • Die Preissenkung ist nicht groß genug, um die durch die Lohnsenkung erzeugte Nachfrage-Senkung auszugleichen. Dann sinken Nachfrage- und Angebotsmenge sowie der Preis.
Fragen karlheinz@luk-korbmacher.de