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Zweite
Klas-
sen-
arbeit
in der
BB3a
Schul-
jahr
2002/
2003

Ergebnisse

Aufgabe 1: (24 Punkte)
Formuliere Sach- und Formalziel der Lagerhaltung und beschreibe mögliche Zielkonflikte.
Das Sachziel der Lagerhaltung ist die Bereitstellung von Gütern für die Leistungserstellung.

Das Formalziel der Lagerhaltung ist die Minimierung der Lagerhaltungskosten.

Ein Zielkonflikt besteht darin, daß die Lagerbestände nicht zu groß und nicht zu klein sein dürfen:

  • Zu geringe Lagerbestände gefährden die Lieferbereitschaft der Unternehmung.
  • Zu große Lagerbestände steigern die Lagerhaltungskosten.
 
Aufgabe 2: (9 Punkte)
Nenne die Dir bekannten Aufgaben der Lagerhaltung.
  1. Sicherung
  2. Ausgleich und Überbrückung (Zeitausgleich, Preisausgleich)
  3. Kosteneinsparung
  4. Umformung (Sortimentsbildung, Veredelung)
 
Aufgabe 3: (7 Punkte)
Nenne die Dir bekannten Lagerarbeiten.
  1. Warenannahme
  2. Wareneinordnung
  3. Warenpflege
  4. Warenausgabe
  5. Lagerkontrolle
  6. Lagerverwaltung
  7. Lagerpflege
 
Aufgabe 4: (20 Punkte)
Beschreibe die Lagerkennziffern. Welche Folgerungen können aus konkreten Zahlen geschlossen werden?
Lagerkennzahl Berechnung Folgerung
Durchschnittlicher Lagerbestand (im Jahr) (Anfangsbestand + Endbestand) / 2 ... ermöglicht die Berechnung des durchschnittlichen gebundenen Kapitals, indem der durchschnittliche Bestand mit dem Bezugspreis multipliziert wird.
Umschlagshäufigkeit Wareneinsatz / durchschnittlichen Lagerbestand ... gibt an, wie oft die Ware im Laufe eines Jahres verkauft wurde.
Durchschnittliche Lagerdauer 360 Tage / Umschlagshäufigkeit ... gibt an, wie lange eine Ware auf Lager liegt, bis sie verkauft wird.
Lagerzinssatz (Marktzinssatz * durchschnittliche Lagerdauer) / 360 Tage ... gibt an, mit welchem Zinssatz (in Abhängigkeit vom Marktzinssatz) der Wert des im Lager durchschnittlich gebundenen Kapitals verzinst werden muß. [Er dient der Berechnung der Lagerzinsen (, also der Zinsen, die dem Unternehmen während der Lagerdauer entgehen, weil das im Lager gebundene Kapital nicht zinsbringend angelegt werden kann.)]
 
Aufgabe 5: (10 Punkte)
Vergleiche Eigen- und Fremdläger.
  • Ein Eigenlager muß so groß ausgelegt sein, wie groß der maximale Lagerraumbedarf ist. Beim Fremdlager wird nur der Lagerraum angemietet, der auch benötigt wird.
  • Beim Eigenlager muß Lagerverwaltungspersonal beschäftigt werden. Beim Fremdlager werden nur Mitarbeiter für den Transport benötigt.
  • Lagerraum in einem Eigenlager ist in der Regel schneller verfügbar, als bei einem Fremdlager.
  • Bei einem Eigenlager ist der Zugriff auf den Lagerraum in der Regel einfacher möglich, als bei einem Fremdlager.
  • Ein Eigenlager ist Betriebsvermögen, das zu Sicherheitsleistungen herangezogen werden kann.
 
Aufgabe 6: (21 Punkte)
Nenne die Dir bekannten Bestandteile der Lagerkosten.
  • Raumkosten (AfA, Miete, Einrichtung, Instandhaltung, Heizung, Strom, Reinigung, Versicherung, Transportmittel)
  • Verwaltungskosten (Löhne, Gehälter, Karteikarten)
  • Risikokosten (Megenverluste, Wertverluste, Versicherungen)
  • Kapitalkosten (Wert der eingelagerten Ware, Zinsen für das gebundene Kapital)
 
Aufgabe 7: (20 Punkte)
Schätze ein, welche der in Aufgabe 6 genannten Bestandteile leichter oder schwerer durch unternehmerische Entscheidungen beeinflußt werden können. Begründe jeweils Deine Antwort.
  • Raumkosten sind kaum beeinflußbar, weil entweder das Lager als Raum bereits besteht, oder die entsprechende Fläche als Fremdlager angemietet werden muß.
  • Verwaltungskosten sind durch organisatorische Maßnahmen (z. B. Einführung eines Warenwirtschaftssystems) beeinflußbar.
  • Risikokosten sind durch organisatorische Maßnahmen (z. B. Anpassung der optimalen Bestellmenge, häufige Kontrollen des Lagers) beeinflußbar.
  • Kapitalkosten können in erheblichem Maße durch eine dezidierte Lagerverwaltung eingespart werden.
 
Aufgabe 8: (10 Punkte)
Unterscheide das Neutrale Ergebnis, das Betriebsergebnis und das Gesamtergebnis eines Unternehmens im Sinne der Kosten- und Leistungsrechnung.
Das Neutrale Ergebnis ergibt sich aus der Gegenüberstellung der Neutralen Aufwendungen und Erträge sowie der korrekturbedürftigen Aufwendungen (z. B. Zinsaufwendungen) und der kalkulatorischen Kosten (z. B. kalkulatorischer Unternehmerlohn).

Das Betriebsergebnis ergibt sich aus der Gegenüberstellung der Kosten (= betriebliche Aufwendungen, die im unmittelbaren Zusammenhang mit dem Betriebszweck stehen) und der Leistungen (= betriebliche Erträge, die aus der eigentlichen betrieblichen Tätigkeit entstanden sind).

Das Gesamtergebnis ergibt sich aus der Addition des Neutralen Ergebnisses und des Betriebsergebnisses.

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