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Definitionen |
| Lager- kenn- ziffern |
Mit Lagerbestand wird stets die tatsächlich
von einem Artikel im Lager befindliche Menge bezeichnet.
Davon unterscheidet sich der dispositive Lagerbestand, der die verfügbare
Menge angibt, die sich ergibt, wenn vom Lagerbestand die
bereits geplanten Lagerabgänge an Kunden abgezogen werden und die
bereits avisierten Lagerzugänge von Lieferanten hinzugezählt werden. Von besonderer Bedeutung für die Berechnung der Lagerkennziffern sind außerdem folgende Lagerbestände:
Die Menge eines Artikels, die aus Platzgründen oder aufgrund hoher Lagerkosten oder aufgrund der Möglichkeit des Untergangs (etwa weil sie schnell verdirbt oder schnell veraltet) höchstens auf Lager liegen darf wird als Höchstbestand bezeichnet. Lieferzeit heißt der Zeitraum, der erfahrungsgemäß verstreicht, bis vom Tag der Bestellung eines Artikels der Lagerzugang erfolgt. Mit Tages-, Wochen- oder Monatsverbrauch wird die Menge eines Artikels bezeichnet, die erfahrungsgemäß im Durchschnitt täglich, wöchentlich oder monatlich an Kunden ausgeliefert wird. Der Verbrauch kann auch wertmäßig (also in Euro) bestimmt werden. Zu den Lagerkosten werden
gerechnet. Als Marktzins wird der (Jahres-) Zinssatz bezeichnet, der für die Berechnung des Lagerzinssatzes und der Lagerzinsen benötigt wird und der in seiner Höhe dem banküblichen Kredit-Zinssatz entspricht. Das bedeutet, der Marktzins ist variabel und nicht eindeutig festgelegt. Gebundenes Kapital wird der Wert der Ware genannt, die auf Lager liegt und noch nicht verkauft wurde. Da aufgrund des schwankenden Lagerbestands täglich ein anderer Wert auf Lager liegt, wird zur Berechnung der Lagerzinsen der durchschnittliche Lagerbestand zugrunde gelegt. Mit Lagerplatz wird eine Stellfläche innerhalb des Lagers bezeichnet. |
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