![]() |
Netzplantechnik | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Problem- stellung |
Der Ablauf des morgendlichen
Frühstücks soll optimiert werden. Dazu werden
Informationen über
benötigt. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Lösung | Mit Hilfe einer Strukturanalyse werden zunächst alle zur Durchführung des Projekts
erforderlichen Arbeitsgänge, Tätigkeiten oder
Aktivitäten (sogenannte Vorgänge) erfaßt und in ihrer zeitlichen und sachlogischen
Abfolge näher bestimmt. Dazu werden zu jedem Vorgang folgende Fragen beantwortet:
Das Ergebnis dieser Überlegungen wird tabellarisch als sogenannte Vorgangsliste festgehalten.
Im Anschluß an die Strukturanalyse wird ein Netzplan aufgestellt. Der Netzplan ist die grafische Darstellung der einzelnen Vorgänge eines Projekts in zeitlicher und sachlogischer Abfolge. Bausteine eines Netzplans sind die Vorgangsknoten, die wichtige Informationen zum jeweiligen Vorgang enthalten, und Richtungspfeile, die die Anordnungsbeziehungen zwischen dern Vorgängen kennzeichnen. Im Rahmen der Aufstellung eines Netzplans wird die Zeitanalyse durchgeführt, die üblicherweise in zwei Stufen erfolgt, der Vorwärtsrechnung, die vom Projektbeginn bis zum spätesten Projektende die Abfolge der Arbeiten analysiert, und der Rückwärtsrechnung, die vom spätesten Projektende den Projektbeginn berechnet. Dazu sind einige Regeln zu beachten. Ziel der Zeitanalyse ist die Ermittlung sogenannter kritischer Vorgänge. Ein Vorgang ist kritisch, wenn er keine Zeitreserven (= Puffer) besitzt, d. h. wenn durch eine Verzögerung oder Verschiebung Vorgänger oder Nachfolger oder sogar das Projektende beeinflußt werden. Die Kette aller kritischen Vorgänge bildet den kritischen Pfad durch das Projekt. Der kritische Pfad ist der zeitlich längste Weg durch das Projekt und bestimmt die Gesamtdauer des Projekts. Kritische Vorgänge dürfen weder verschoben noch ausgedehnt werden. Sie müssen deshalb während der Projektdurchführung besonders beachtet werden. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Einsatz- möglich- keiten |
Die Netzplantechnik entwickelte sich aus Überlegungen von
Planern im Rahmen von Großprojekten. Erste Verfahren
etablierten sich in der zweiten Hälfte der 50er Jahre
des 20. Jahrhunderts in den USA und Frankreich unter
Namen wie CPM (= Critical Path Method), PERT (= Program Evaluation and Review
Technique) und MPM (= Metra-Potential-Method). Häufige Einsatzbereiche der Netzplantechnik:
Aus dieser Entwicklungsgeschichte
und den Einsatzbereichen wird deutlich, daß Netzpläne
zu erstellen so aufwendig ist, daß nur umfangreiche
Projekte auf diese Weise geplant und überwacht werden,
andernfalls wäre der Einsatz dieses Mittels nicht mehr
effektiv, obwohl durch die Erstellung eines Netzplans
einerseits die genaue Reihenfolge der Vorgänge und
andererseits deren Zeitbedarf wie bei kaum einem anderen
Planungsmittel aufgedeckt werden. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Fragen | karlheinz@luk-korbmacher.de | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||