Wenn "... man zu erfassen sucht, welches die dem Menschen eigentümliche Leistung ist[, dann stellt man fest ...:] Die bloße Funktion des Lebens ist es nicht, denn die ist auch den Pflanzen eigen ... Auszuscheiden hat also das Leben, soweit es Ernährung und Wachstum ist. Als nächstes käme dann das Leben als Sinnesempfindung. Doch teilen wir auch dieses gemeinsam mit Pferd, Rind und jeglichem Lebewesen. So bleibt schließlich nur das Leben als Wirken des rationalen ..."

aus: Aristoteles: Nikomachische Ethik, übersetzt von Franz Dirlmeier, Stuttgart 2003 [1969], S. 16 f.