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Verbreitung des Islam |
| Prak- tische Philo- sophie |
Wenn auch der Islam
nach eigener Aussage keine »Missionierung
mit Feuer und Schwert« durchführte, so lassen sich doch
ein "universaler Anspruch auf die Weltherrschaft,
[die] Einforderung der bedingungslosen Unterwerfung (=
Islam) [und die] rücksichtslose Bekämpfung aller
anderen religiösen Bekenntnisse" [Priskil 2007, S. 2] nicht verleugnen. Bis zu seinem Tode im
Jahre 632 hatte Mohammed faktisch durch seinen Kampf gegen Mekka,
verbunden mit Missionierungsversuchen, den ersten
islamischen Staat geschaffen, da der Islam nicht nur eine
Religion ist, die das religiöse Leben der Gläubigen
regelt, sondern den Anspruch erhebt, alle Lebensbereiche
der Gläubigen mitzubestimmen - also auch die
Organisation eines staatlichen Zusammenschlusses.
Vordringlichste Aufgabe seiner Nachfolger war wie
bei allen, durch mehr oder weniger gewalttätige
Zwangsmaßnahmen entstandene staatliche Gebilde
das Geschaffene zu erhalten und fortzuführen. Dabei muß
beachtet werden, daß durch einen etwaigen Abfall eines
Gebietes von der weltlichen Macht des Islamischen
Reiches, nicht auch
automatisch der Abfall von der Religion des Islams
erfolgte, im Gegenteil: Meistens blieben die Menschen
Moslems und wechselten nur den Herrscher. Im Zusammenhang mit der Verbreitung von Macht und Glaube können daher verschiedene Phasen unterschieden werden:
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