Schul-Sachen-Verteilerseite Islam: Schrifttum
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Der Islam stützt sich auf das Wort Gottes, das nach Auffassung der islamischen Tradition dem Propheten Mohammed in Form von mehr oder weniger umfangreichen Abschnitten im Laufe von 22 Jahren geoffenbart und zum Koran zusammengefaßt wurde.

Dem islamischen Glauben zufolge ist der Koran eine Kopie des bei Allah befindlichen "Buchs der Bücher" (arabisch "umm al-kitab", auf deutsch "Mutter der Schrift") und - da allgemein angenommen wird, daß der Prophet Mohammed weder schreiben noch lesen konnte - wurde er ihm in der "Nacht der Bestimmung" (arabisch "lailat al-qadr"; Koran Sure 97) im Jahre 610 n. Chr. von Gott in sein Herz geschrieben. In den darauf folgenden Jahren gab der (Erz-) Engel Gabriel dem Propheten dann jeweils den Befehl, den Koran Abschnitt für Abschnitt - den jeweiligen Zeitumständen entsprechend - vorzutragen, was vorher in sein Herz geschrieben worden war. Daher trägt der "qur'an" auch seinen Namen (auf deutsch "Lesung" bzw. "Vortrag").

Neben dem Koran besitzen die sogenannten Hadîthe für Moslems eine herausragende Bedeutung, weil sie die "sunna" des Propheten Mohammed wiedergeben, aus der häufig konkrete Handlungsanweisungen für Fälle des täglichen Lebens übernommen werden können, wenn der Koran selbst keine konkrete Aussage zum Fall macht.

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