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Sterben und Tod | |||||
| Prak- tische Philo- sophie |
Die Portraits kurz vor und kurz nach dem Tod von Walter Schels (* 1936) mögen der "Hinführung" dienen.
Philosophieren kann uns helfen das Sterben zu erlernen - so Michel de Montaigne (1533 - 1592) unter Rückgriff auf den römischen Politiker, Schriftsteller und Philosophen Cicero (106 - 43 v. Chr.) -, denn "... philosophieren sei nichts anderes, als sich auf den Tod vorzubereiten." [Quelle und Original] Der Umgang mit dem Sterben und dem Tod war früher ganz offensichtlich ein anderer als heute - obwohl ein Umdenken eingesetzt hat.
Sterben ist ein zutiefst natürlicher, biologischer Prozeß, den die gesamte belebte Natur unseres Planeten Erde - soweit wir Menschen sie wahrnehmen (können) - durchläuft.
Das individuelle Erleben des Sterbens - den Übergang in das "Königreich des Wurms" - schildern beispielhaft die sterbende Ruth Picardie (1964 - 1997) und ihr Ehemann Matt Seaton (* 1965) sowie ihre Schwester Justine Picardie (* 1961); einerseits in Form von nach dem Tode veröffentlichten E-Mail-Austausch mit Freunden, Berichten an die Leserschaft einer Zeitung bzw. an die interessierte Öffentlichkeit und andererseits als Aufarbeitung des Erlebten - im Sinne von Michel de Montaigne oder Wystan Hugh Auden (1907 - 1973) als Jammern und Heulen, als Wut und Verzweifelung - oder doch im Sinne von Sarah Schons (* 19??) als Selbstdarstellung der Überlebenden. Bestehen hier prinzipielle Unterschiede zum "öffentlichen Sterben" der Jade Goody (1981 - 2009)?
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