Aufgabe 1:
Lese bitte den Artikel "Die ökologischen Strukturfehler
unseres Wirtschaftssystems" von Jürgen Grahl. |
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Aufgabe 2:
Wer ist Jürgen Grahl?
Welcher politischen Richtung ist er zuzuordnen?
Welche Interessen verfolgt er? |
Dr. Jürgen Grahl ist nach
dem Stand des Jahres 2005 hauptberuflich
wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für
Komplexe Analysis (= Funktionentheorie) im Mathematischen Institut der Universität Würzburg.
Er engagiert sich seit 1996 im Solarenergie-Förderverein
Deutschland e.V. (SFV), in dessen
Ersatzvorstand er seit 2002 tätig ist. Zu den
Schwerpunkten seiner Arbeit im SFV zählen die
sogenannte "Instrumentendebatte" und
wirtschaftstheoretische Fragen, insbesondere die
Vernachlässigung des Produktionsfaktors Energie
in den konventionellen ökonomischen Theorien.Als
politische Richtung kann Bündnis
90/Die Grünen vermutet werden.
Interessen?
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Aufgabe 3:
Offenbar wird von vielen Beteiligten an der
wirtschaftspolitischen Diskussion ein
Zielkonflikt zwischen Wohlstand und Umweltschutz
gesehen. Formuliere Ziele, die mit Wohlstand bzw.
Umweltschutz in Zusammenhang stehen. Worin
könnte ein Konflikt zwischen ihnen bestehen? |
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Aufgabe 4:
Was versteht Grahl unter dem Begriff
"Naturkapital"? Welchem
volkswirtschaftlichen Produktionsfaktor ist das
"Naturkapital" zuzuordnen? Welche
Aspekte dieses Produktionsfaktors werden bei der
Grahl'schen Betrachtung außer Acht gelassen?
Warum möchte Grahl das "Naturkapital"
als eigenständigen Produktionsfaktor
hervorheben? |
| Der Begriff "Naturkapital" wird von
Grahl leider unspezifisch verwendet. Er definiert
ihn nicht. Anhand seiner Beispiele zur Kritik des
Bruttoinlandsprodukts (BIP) kann jedoch gefolgert
werden, daß er unter "Naturkapital"
Land, Luft, Wasser und Sonne versteht, soweit sie
zur Ernte von land- und forstwirtschaftlichen
Gütern (einschließlich Meeresfrüchten), zum
Abbau von Bodenschätzen und der Energiegewinnung
dienen. Damit kann sein
"Naturkapital" zum
volkswirtschaftlichen Produktionsfaktor
"Boden" gerechnet werden.
Unberücksichtigt bleibt bei dieser
Betrachtung der Standort-Aspekt des
Produktionsfaktors "Boden".
Grahl kritisiert am Verständnis des
volkswirtschaftlichen Produktionsfaktors
"Boden", daß einerseits alles
kostenfrei zur Verfügung Stehende nicht in die
Berechnung des BIP einfließt, obwohl es entweder
ersetzt werden muß (z. B. Bäume) oder
endgültig "verloren" ist, d. h.
nachfolgenden Generationen nicht mehr zur Nutzung
zur Verfügung steht (z. B. Erdgas). Und
andererseits kritisiert er, daß die Stoffströme
(also die Umwandlung von Materie in die
verschiedenen Formen ihrer Existenz etwa eines
Baumes von der Frucht zum Samen, zum Setzling,
zum Baum) von der volkswirtschaftlichen Theorie
praktisch nicht berücksichtigt werden und daher
wiederum Ersatz und unwiederbringlicher Verbrauch
unberücksichtigt bleiben. Die Aspekte
"Ersatz" und "Verbrauch"
seiner Betrachtung sind seiner Ansicht nach
unbedingt notwendig, um den Produktionsfaktor
"Boden" aus ökologischer Perspektive
zukunftsadäquat erfassen zu können. Deshalb
fordert er den Austausch des Produktionsfaktors
"Boden" durch den Produktionsfaktor
"Naturkapital".
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Aufgabe 5:
Welche Elemente fließen in die Berechnung des Bruttoinlandprodukts ein?
Welche nicht? Warum ist die Aussagekraft des BIP
deshalb fragwürdig? Welche Folgen für unser
wirtschaftliches Handeln sieht Grahl? |
| In die Bruttoinlandsprodukt-Berechnung (BIP)
fließen z. B. die Leistungen zur Bewältigung
von Verkehrsunfällen (Rettungsdienste,
Gesundheitswesen, Aushilfen,
Versicherungsleistungen, Verwerter, Reparaturen,
Ersatzbeschaffungen) ein, ohne die
"Verluste" durch Arbeitsausfall, Tod,
Schmerzen, Leid, (bleibende) Behinderungen,
psychische Folgeschäden usw. zu
berücksichtigen. Zyniker könnten behaupten:
Die Leistungen zur Verhinderung von
Verkehrsunfällen bzw. der Verringerung ihrer
Schäden sollten zwar vorangetrieben werden, weil
sie selbst durch Forschungs- und
Entwicklungsausgaben zum Wohlstand durch
Erhöhung des BIP beitragen, aber sie sollten
auch nicht zu erfolgreich sein, damit weiterhin
ausreichend viele Verkehrsunfälle zur Steigerung
des Wohlstands beitragen können - zumal, wenn
nicht produktive Menschen den Verkehrsunfällen
zum Opfer fallen, da dann zusätzlich Renten oder
Sozialhilfe usw. eingespart werden kann. Deshalb:
Freie Fahrt für freie
Bürger! Mobilität als Grundrecht
anerkennen!
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Aufgabe 6:
Grahl behauptet, die Menschen würden von der
Substanz zehren, statt sich mit den
"Zinsen" der Natur zu begnügen. Was
ist darunter zu verstehen? Welche Folgen für
unsere Zukunft erwartet er? |
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Aufgabe 7:
Grahl fordert deshalb ein
"Ökoinlandsprodukt". Welche Elemente
sollen im Vergleich zur Berechnung des BIP in die
Berechnung eines solchen
"Ökoninlandsprodukts" mit einfließen?
Welche methodischen Probleme erwartet Grahl? |
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Aufgabe 8:
Was sind "externe Kosten"? Welche
Beispiele nennt Grahl? |
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Aufgabe 9:
Grahl macht zwei Tendenzen der aktuellen
Wirtschaftspolitik aus, die dazu führen, daß
die finanziellen Spielräume des Staates immer
enger werden und somit die Gefahr entsteht, daß
der Staat bald gar nicht mehr handlungsfähig
ist. Welche sind das? Welchen Hintergrund für
diese Entwicklung sieht Grahl? |
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Aufgabe 10:
Was wird unter "Verursacherprinzip"
verstanden? |
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Aufgabe 11:
Grahl behauptet, daß durch die konsequente
Anwendung des Verursacherprinzips die externen
Kosten internalisiert, d. h. in die
wirtschaftliche Betrachtung eingebunden werden
könnten. Welche methodischen Probleme verbindet
er allerdings damit? |
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Aufgabe 12:
Wie teuer sind uns gegenwärtig (im Jahre 2004
bzw. den Jahren davor) Gesundheit, Frieden,
Schönheit? |
| Ausgaben für ... (in
Klammern Jahr) |
in Mrd. Euro |
| Gesundheit (2002) |
234,2 |
| Verteidigung, öffentliche Sicherheit
und Ordnung, Rechtsschutz (2001) |
55,0 |
| Körperpflege/Kosmetik (2003) |
11,0 |
Quellen: Statistisches Bundesamt, IKW
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Aufgabe 13:
Wie könnten die von Grahl genannten Faktoren
Leben, Gesundheit, Frieden, Glück, Schönheit,
Lebensqualität, Zukunftsangst,
Perspektivlosigkeit, "Restrisiko"
anderweitig als durch die aktuelle Berechnung des
BIP gemessen werden? |
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Aufgabe 14:
Grahl geißelt "... das den Zeitgeist
dominierende neoliberalistische Denken als
interessengeleiteter Versuch, den Staat ...
gnadenlos auszuplündern." Beschreibe in
Grundzügen neoliberale Wirtschaftspolitik.
Erläutere, warum neoliberale Wirtschaftspolitik
nach Auffassung von Grahl zur Ausplünderung des
Staates führt. |
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Aufgabe 15:
Grahl möchte als vierten Produktionsfaktor neben
Arbeit, Boden und Kapital die Energie einführen. Womit
begründet er sein Anliegen? Wird dieser
Produktionsfaktor Energie in den gegenwärtigen
Wirtschaftstheorien völlig außer Acht gelassen?
Welchem traditionellen Produktionsfaktor könnte
der Produktionsfaktor Energie zugeordnet werden? |
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Aufgabe 16:
Aus der folgenden Tabelle
ist das BIP zu Marktpreisen in Milliarden Euro
aus dem jeweiligen Jahr abzulesen.
| Jahr |
BIP |
| 2001 |
2.074,00 |
| 2002 |
2.107,30 |
| 2003 |
2.128,20 |
Daraus ergibt sich eine durchschnittliche
Wachstumsrate von etwa 1,3 % gegenüber dem
Vorjahr. Angenommen, die Entwicklung würde
unverändert weitergehen, wann - vom Jahr 2003 an
gerechnet - würde sich das BIP verdoppelt haben?
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Aufgabe 17:
Warum ist permanentes Wachstum für unsere
Volkswirtschaft (über-) lebenswichtig? |
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Aufgabe 18:
Grahl empfiehlt eine ökologische Steuerreform
zur Beseitigung dieser Mißstände. Wie
begründet er die erhoffte Wirkung? Würde die
erhoffte Wirkung tatsächlich eintreten?
Begründe Deine Auffassung. |
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