Der Modellbildungsprozess
Übersicht
Modellbildungsprozess
Der Modellbildungsprozess
besteht aus einem Kreislauf, der mehrere Stufen
enthält, die durch charakteristische Übergänge
miteinander verbunden sind.

Im ersten Schritt wird die
bestehende reale Situation analysiert.
Das Untersuchungsziel kann sich hierbei aus der
Situation ergeben (Problemfindung) oder es wird
von außen vorgegeben (Problemstellung). Im
Hinblick auf das Untersuchungsziel werden die
wesentlichen Elemente des betrachteten Systems
isoliert (Reduktion) und mit ihren gleichsinnigen
und gegensinnigen Wechselwirkungen in der
symbolhaften Form eines Wirkungsdiagramms
(Modell) dargestellt.
Dem abstrakten Wirkungsdiagramm
kann ein Wortmodell vorausgehen, das die
Zusammenhänge verbal beschreibt. Das
Wirkungsdiagramm wird durch Hinzufügen
mathematischer Beschreibungen der Wirkungen und
Simulationsstartwerte zum Simulationsmodell
erweitert. Hierbei wird zwischen
Zustandsgrößen, Zu- oder Abflussraten,
Konstanten und Funktionen unterschieden. Stehen
keine konkreten Daten zur Verfügung, muss
gegebenenfalls mit relativen Werten gearbeitet
werden, so dass das Simulationsergebniss nur
qualitative Aussagen zulässt.
Die Darstellung des
Simulationsergebnisses kann als Zeitdiagramm,
Wertetabelle, Phasendiagramm oder Animation
erfolgen. Die Interpretation des
Simulationsergebnisses führt zu einer
Simulationsauswertung (oder Simulationsaussage),
die sich nur auf das entwickelte, aus der realen
Situation reduzierte Modell bezieht. Die
Aussagekraft des Modells hängt entscheidend
davon ab, wie gut die zu simulierenden Vorgänge
durch das Modell nachgebildet werden, daher ist
ein Vergleich der Simulationsauswertung mit der
realen Situation zur Beurteilung der Aussagekraft
und eventueller Korrektur des Modells
erforderlich.
|