Methoden
und
Verfahren |
Quellen beinhalten Informationen, deshalb ist es
im Rahmen der Informationssammlung unerläßlich, Quellen zu finden. Dazu kann man sich einer Reihe von
Verfahren bedienen und geeignete Suchstrategien erleichtern dabei die Arbeit. Dokumente sammeln
Dokumente können Zeitungs- oder Zeitschriftenartikel,
Gesetze, Werbeanzeigen, Kataloge, Preislisten,
Mitschnitte von Fernsehbeiträgen oder Radiosendungen,
Fotos, Flugblätter u. ä. sein. Wer "mit offenen
Augen durch die Welt geht", der entdeckt in der
Regel schnell Dokumente zu einem Themenkomplex. Dabei
kommt es vor allem auf Reizwörter bzw. -bilder an, die
ein Dokument beinhalten muß, um aufzufallen. Trotzdem:
Der Zufall dominiert bei diesem Verfahren.
Recherchieren in
Bibliotheken und Archiven
Systematischer ist die Suche in Institutionen, deren
Zweck die Sammlung und Bereitstellung von Dokumenten ist.
Solche Institutionen sind vor allem Bibliotheken und
Archive, eventuell auch Museen und andere Ausstellungen.
Auf in Bibliotheken gesammelte
Bücher wird über sogenannte Kataloge zugegriffen. Üblich sind der alphabetische, der
Schlagwort- und der systematische Katalog. Spezialisten,
die Bibliothekare, sind damit beschäftigt, die
gesammelten Bücher so in diese Kataloge aufzunehmen,
daß schnellstens themengeeignete Bücher gefunden werden
können.
Archive entstehen bei
staatlichen Stellen (z. B. Parlament, Katasteramt),
Kirchen, Unternehmen (z. B. wird von Honda in Japan alles
gesammelt, was jemals auf der Welt über Honda -
gleichgültig, in welcher Sprache - geschrieben wurde und
wird), Familien, Medienanstalten (Zeitungsverlag,
Radiosender, Fernsehsender) u. ä. indem nicht mehr im
täglichen Geschäftsverkehr benötigte, aber
aufbewahrenswerte Dokumente gesondert abgelegt und in ein
spezielles Inventar aufgenommen werden. Eine systematische Suche wird dadurch erschwert, daß es
zahlreiche Archive gibt, die themengleiche Dokumente
sammeln, ohne daß ein Informationsaustausch zwischen
diesen Archiven besteht. Deshalb kommt es immer wieder
vor, daß bedeutende Dokumente in einem Archiv
"verstauben", bis sie durch Zufall entdeckt
werden.
Recherchieren im Internet
Das Internet wird als das größte Archiv der Welt
bezeichnet. Es sei deshalb besonders gut für die Suche
nach Informationen geeignet. Zugegeben, seit Hinz und
Kunz sich über seine Hobbies, seine Familiengeschichte und den Familienhund im Internet auslassen kann und darf, um
seiner Eitelkeit zu frönen, ist die Zahl der
Internet-Dokumente erheblich angewachsen. Dadurch ist die
Informationssuche allerdings nicht einfacher geworden, im
Gegenteil, inzwischen werden dezidierte Suchstrategien benötigt.
Außerdem sagt Masse nichts über erzielbare Klasse aus.
Und im Gegensatz zu Büchern in Bibliotheken sind
Internet-Dokumente "flüchtige" Dokumente: Eine
heute gefundene ergiebige Quelle kann schon morgen nicht
mehr erreichbar sein. Besonders heikel in diesem
Zusammenhang sind Dokumente
- von Studenten und
Hochschulmitarbeitern, weil diese nach Verlassen
der Hochschule gelöscht werden,
- von öffentlichen
Verwaltungen, weil diese zu viel Zeit haben und
nach meinen Erfahrungen häufig die Struktur der
Website ändern, und
- mit untypischen, nicht mit
"www" beginnenden Internet-Adressen.
Betroffene befragen
Interview, Fragebogen
Beobachten
Aufwändig
und nicht immer aufschlußreich.
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